Kontakt
Unterstützer
Presseberichte
Termine
7-Punkte-Plan
Aktuelles
Unsere Ziele
Startseite

Atlas der Straftaten wurde vorgestellt

Der im Sommer von der Allianz für mehr Sicherheit geforderte "Atlas der Straftaten 2015" wurde am 08.11. im Hauptausschuss vorgestellt. Aus diesem Atlas ist ersichtlich, wie sich die Straftaten des Jahres 2015 auf die verschiedenen Stadtteile verteilen. Diese Information, die es bisher nicht gab, wird nun jedes Jahr von der Stadtverwaltung veröffentlicht.

Insgesamt wurden 2015 in Karlsruhe 31.501 Straftaten erfasst. Davon konnten 27.032 Straftaten einem bestimmten Stadtteil zugeordnet werden. Dabei zeigt sich, dass die Innenstadt mit rund 8.000 Straftaten, also 30%, der Brennpunkt des kriminellen Geschehens ist.

Der Atlas als PDF-Datei -> zum Download

Atlas der Straftaten - Quelle Amt für Stadtentwicklung Karlsruhe

 

Diebstähle bei Einzelhändlern auf Höchstniveau

Laut ->Polizeistatistik 2015 hat sich die Zahl der schweren Ladendiebstähle in Karlsruhe gegenüber dem Vorjahr von 87 auf 170 Fälle fast verdoppelt. Die Zahl der einfachen Ladendiebstähle wird nicht dokumentiert und liegt um ein Vielfaches höher. Unter schwerem Ladendiebstahl versteht man das Entwenden besonders gesicherter Ware. Es ist klar, die meisten Waren, die gestohlen werden, sind ungesichert. Große Läden haben inzwischen eigenes Sicherheitspersonal eingestellt. Kleine Läden können das aus finanziellen Gründen nicht. Die Inhaber kleiner Geschäfte zeigen die Diebstähle oft schon gar nicht mehr an, weil die Polizei sowieso keine Zeit hat, genauer zu ermitteln. Aus unserer Sicht, ein nicht zu akzeptierender Zustand, da die Einbußen für die kleinen Läden immens sind. In anderen Städten sind in den Einkaufsmeilen Dauerstreifen des Kommunalen Ordnungsdienstes im Einsatz. In Karlsruhe ist das nicht möglich, weil der KOD gerade einmal aus 18 Personen besteht. Davon sind 30% im Urlaub. D.h. aktiv sind 12 Mitarbeiter in drei Schichten im Einsatz - also vier Mitarbeiter pro Schicht. Somit sind in ganz Karlsruhe gerade einmal zwei Doppelstreifen zur gleichen Zeit unterwegs. Wir fordern zwei zusätzliche Doppelstreifen, die permanent in der Kaiserstraße und deren Nebenstraßen präsent sind.

 

Gastronomen beklagen Diebstähle und Belästigung von Gästen

Auch bei diesem Thema stoßen wir bei der Stadtverwaltung auf taube Ohren. Schon Ende letzten Jahres haben uns Gastronomen auf dieses Problem hingewiesen. Die Problematik hat sich allerdings mit der Eröffnung der Biergartensaison weiter verschärft. Im Winter wurden die Gäste beim Betreten oder Verlassen der Lokale angegangen, nun werden sie vor dem Lokal oder im Biergarten sitzend, von dubiosen Gestalten belästigt. Schon im Januar forderten wir in einer ->Anfrage an den Oberbürgermeister ein Sicherheitskonzept für die Innenstadt, das diese in Karlsruhe neuen Vorkommnisse berücksichtigt. Die Stadtverwaltung sieht hierfür allerdings keine Notwendigkeit und verweist auf ihr Sicherheitskonzept bei innerstädtischen Veranstaltungen. Das ist aber nicht das, was wir fordern. Wir werden nun einen Runden Tisch mit Vertretern der Gastronomen, den City-Initiativen, der Polizei und dem Kommunalen Ordnungsdienst KOD initiieren, mit dem Ziel, Maßnahmen gegen die genannten Missstände zu ergreifen. Dabei steht für uns außer Frage, dass der KOD schnellstmöglich von 18 auf 40 Mitarbeiter aufgestockt werden muss. In Mannheim ist man gerade dabei, den KOD von 40 auf 60 Mitarbeiter auszubauen.

Die Videoüberwachung im Hauptbahnhof kommt!

Der Karlsruher Hauptbahnhof ist der einzige von 21 Bahnhöfen der Kategorie 1 - den wichtigsten Bahnhöfen in Deutschland - in dem es noch keine Videoüberwachung gibt. ->mehr

Insbesondere der Vorfall vom 15.08., der in der Karlsruher Presse als "Wandschmiererei" verharmlost wurde, zeigt, dass es auch in Karlsruhe Menschen gibt, die mit dem Gedanken spielen, den Hauptbahnhof für terroristische Anschläge zu nutzen. ->mehr

Nach unserer Anfrage vom 16.08.2016 an die Stadtverwaltung bzgl. Videoüberwachung und  Kriminalitätsentwicklung am Hauptbahnhof in den letzten 5 Jahren, veröffentlicht die für die Sicherheit am Hauptbahnhof zuständige Bundespolizei am 05.09. die folgenden Zahlen:

Nach der Veröffentlichung unserer Pressemeldung zu diesem Thema haben wir Mails von Karlsruhern erhalten, die im Hauptbahnhof Opfer einer Straftat geworden sind und nicht verstanden haben, warum es in den Verkaufsläden im Bahnhof Videokameras gibt und der Teil des Bahnhofs für den die Deutsche Bahn verantwortlich zeichnet, eine kamerafreie Zone ist.

In einem Schriftwechsel mit der Deutschen Bahn vom 18.08.2016 hieß es noch, dass die Ausstattung des Karlsruher Hbf mit Videotechnik nicht geplant sei. Nach der Veröffentlichung der Kriminalitätsentwicklung der Bundespolizei auf unsere Anfrage hin, hat sich das Blatt gewendet.

Die Bundespolizei "würde den Einsatz der Videoüberwachung begrüßen" heißt es nun und die Deutsche Bahn bestätigt gegenüber den BNN, dass der Einsatz bis 2019 erfolgen soll. Damit haben wir ein wichtiges Ziel erreicht. Allerdings werden wir weiter am Ball bleiben, mit dem Ziel, die Technik deutlich früher zu bekommen.  Dazu der Kommentar in den BNN vom 06.10.2016 ->mehr

 

Offene Drogenszene am Kronenplatz von der Landespolizei zerschlagen !

Sechs Monate lang hat man weggeschaut, wie afrikanische Drogendealer immer dreister und immer offener ihre Ware angeboten haben. Zielgruppe: Studenten und Schüler des Kantgymnasiums. Beschwerden von Anwohnern Richtung Polizei und Stadtverwaltung wurden ignoriert. Rückte die Polizei dann doch ungetarnt im Polizeiwagen an, waren die Dealer schon vorher schlagartig verschwunden. Die um das Verkaufsgebiet postierten Aufpasser hatten ganze Arbeit geleistet. Dealer und Aufpasser waren bestens vernetzt. Anwohner, die nicht mehr mit anschauen konnten, wie tagtäglich sogar Kinder aktiv von den Dealern angesprochen wurden, haben uns im Mai informiert. Die Stadträte Jürgen Wenzel (Freie Wähler) und Stefan Schmitt (parteilos) haben daraufhin eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt, die am 19. Juli, also fast zwei Monate später, wachsweich beantwortet wurde.  Mit dieser ->Anfrage hat die Polizei allerdings gesehen, dass das Thema nun auch im Gemeinderat angekommen ist und hat am 22. Juli ->zugeschlagen. Sechs Dealer aus Gambia wurden festgenommen. Nun ist der Spuk vorbei und die Anwohner werden uns auf dem Laufenden halten, ob das so bleibt. Traurig, dass sich keine Partei im Gemeinderat bei diesem Thema zuständig fühlte, obwohl der Missstand bekannt war.

 

 

->Datenschutzerklärung

Ergebnisse der Kriminalstatistik 2017 für den Stadtkreis Karlsruhe

Die Zahl der Straftaten im Stadtkreis Karlsruhe ist gegenüber dem Vorjahr um 13% zurückgegangen

Die Statistik wurde am 20. März 2018 veröffentlicht. Demnach hat sich die Gesamtzahl der Straftaten im Stadtkreis Karlsruhe von 31.821 im Jahre 2016 auf 27.644 in 2017 reduziert.

Dieses Ergebnis ist genauso positiv wie überraschend. Insbesondere der Rückgang der Straßenkriminalität um 20% darf getrost bezweifelt werden, da sie mit 5.370 Fällen sogar unter dem Tiefstwert von 2009 liegt und damit dem von den Karlsruher Medien vermittelten Bild des letzten Jahres deutlich widerspricht. Zu vermuten ist eher, dass geänderte Erfassungsmethoden dazu führen, dass bei Jahresvergleichen nun Äpfel mit Birnen verglichen werden.

Laut einer schriftlichen Anfrage des Berliner FDP-Abgeordneten Marcel Luthe hat es allein in den letzten zehn Jahren 245 Änderungen an Begriffen und Definitionen in den „Richtlinien für die Führung der Polizeilichen Kriminalstatistik“ des Bundeskriminalamtes gegeben. Damit ist klar, dass die Werte aus unterschiedlichen Jahren kaum noch miteinander zu vergleichen sind:

Straftaten gesamt im Stadtkreis Karlsruhe - Quelle Polizeipräsidium

 

Im folgenden ist die Entwicklung der Straftaten dargestellt, bei denen man als Bürger zum zufälligen Opfer werden kann. Nämlich in der eigenen Wohnung, auf der Straße, oder in Bussen und Bahnen. Insbesondere die Möglichkeit, Opfer auf der Straße und in öffentlichen Verkehrsmitteln zu werden, beeinflusst nachweisbar das Verhalten der Menschen im öffentlichen Raum.

Der Rückgang der Wohnungseinbrüche wird um 27% geringer ausgewiesen als im Jahre 2016. Die Spitzen in 2013 und 2014 sind hauptsächlich auf das Unwesen georgischer Einbrecherbanden zurückzuführen, die in den Folgejahren dingfest gemacht werden konnten:

Wohnungseinbrüche im Stadtkreis Karlsruhe - Quelle Polizeipräsidium

 

Wie schon angedeutet, wird die Straßenkriminalität um 20% geringer ausgewiesen als in 2016. Darunter zu verstehen sind Straftaten, die auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen, sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln begangen werden. Brennpunkte der Straßenkriminalität sind die Innenstadt West und die Innenstadt Ost. Das zeigte auch der von uns geforderte Straftatenatlas, in dem die Straftaten pro Stadtteil dargestellt werden. Leider wurde dieser Atlas nur einmal für das Jahr 2015 erstellt. Wir sind der Meinung, dass wir ihn jedes Jahr brauchen. Denn er ist die Basis für das ebenfalls von uns geforderte Sicherheitskonzept für die Innenstadt:

Straßenkriminalität im Stadtkreis Karlsruhe - Quelle Polizeipräsidium

 

Aggressionsdelikte in Bussen und Straßenbahnen werden erst seit 2011 separat erfasst. Sie werden um 13% geringer ausgewiesen als in 2016. Es ist davon auszugehen, dass der Rückgang der Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen nicht nur auf Baustellen, oder Unpünktlichkeiten infolge Personalmangel zurückzuführen ist. Auch das gesunkene Sicherheitsgefühl der Menschen, sei es an den Haltestellen oder in den Fahrzeugen, wird dabei eine Rolle spielen. Deshalb begrüßen wir die inzwischen mehrmals in den Bahnen gemeinsam von Verkehrsbetrieben und Polizei durchgeführten Schwerpunktkontrollen  ausdrücklich und hoffen, dass diese auch weiterhin stattfinden:

Aggressionsdelikte in Bussen und Bahnen - Quelle Polizeipräsidium 

Den gesamten Analysebericht des Polizeipräsidium Karlsruhe, können Sie hier herunterladen.